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11.03.2026
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Laufende Kosten einer Immobilie in der Türkei – Grundsteuer, Hausgeld und Nebenkosten im Überblick

Laufende Kosten einer Immobilie in der Türkei – Grundsteuer, Hausgeld und Nebenkosten im Überblick

Nun haben Sie sich seit einiger Zeit mit dem Kauf einer Immobilie in der Türkei beschäftigt, die nötige Investition kalkuliert, sich die Kaufnebenkosten aufschlüsseln lassen und ein Budget im Kopf. Aber welche Nebenkosten entstehen eigentlich nach dem Kauf dauerhaft?

Gerade Käufer aus dem deutschsprachigen Raum sind sehr genau und möchten nicht nur den Kaufpreis kennen, sondern auch wissen, welche Kosten ein Haus oder eine Wohnung in der Türkei pro Jahr tatsächlich verursacht.

Der Kauf einer Immobilie ist für viele Menschen ein großer Schritt. Doch nachdem das TAPU ausgestellt und die Schlüssel übergeben wurden, beginnt eigentlich erst der Alltag als Eigentümer.

Wie der Kaufprozess selbst abläuft, haben wir bereits ➡️ Schritt für Schritt in einem eigenen Leitfaden erklärt, den Sie hier lesen können.

Die gute Nachricht:
Im Vergleich zu vielen europäischen Ländern bleiben die laufenden Kosten für Immobilien in der Türkei in einem gut überschaubaren Rahmen. Dennoch ist es sinnvoll, die wichtigsten Positionen bereits im Voraus zu kennen. So entsteht von Anfang an ein realistisches Bild der zukünftigen Ausgaben.

Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Immobilienkauf?

Wer eine Immobilie besitzt, trägt selbstverständlich auch Verantwortung für deren laufende Kosten. Diese setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen, die teilweise monatlich und teilweise einmal jährlich anfallen.

Dazu gehören vor allem:

  • die Grundsteuer
  • das Hausgeld/Wartungskosten der Wohnanlage (Aidat)
  • Strom und Wasser
  • Internet und Telekommunikation
  • Versicherungen
  • kleinere Wartungs- und Reparaturkosten

Viele dieser Ausgaben sind vergleichsweise moderat und lassen sich gut planen. Dennoch hilft ein klarer Überblick dabei, langfristig realistisch zu kalkulieren.

Grundsteuer

Wie in den meisten Ländern fällt auch in der Türkei eine jährliche Grundsteuer an. Der entscheidende Unterschied zu vielen europäischen Staaten besteht jedoch darin, dass diese Steuer nicht auf den Marktwert, sondern auf den sogenannten Katasterwert der Immobilie berechnet wird.

Dieser Katasterwert liegt häufig deutlich unter dem tatsächlichen Marktpreis. Deshalb fällt die Steuerbelastung in der Praxis meist relativ gering aus, also zu Ihren Gunsten. Die Zahlung der Steuer erfolgt in der Regel einmal jährlich oder in zwei Teilzahlungen direkt bei der zuständigen Gemeinde.

Wie sicher der Immobilienkauf in der Türkei rechtlich organisiert ist, erklären wir ausführlich in unserem Artikel über die ➡️ Sicherheit beim Immobilienkauf.

Aidat – das Hausgeld der Wohnanlage

Die wichtigste regelmäßige Ausgabe für Eigentümer ist das sogenannte Aidat. Dabei handelt es sich um das monatliche Hausgeld einer Wohnanlage oder zum besseren Verständnis: die Wartungskosten.

Dieses wird von allen Eigentümern gemeinsam getragen und dient dazu, den Zustand der Anlage dauerhaft zu erhalten. Dazu gehören beispielsweise die Reinigung der Gemeinschaftsflächen, die Pflege der Gartenanlagen oder die Wartung technischer Dinge.

In vielen modernen Wohnanlagen umfasst das Aidat außerdem:

🏊  Poolpflege

🛗  Wartung der Aufzüge

💡  Beleuchtung der Außenbereiche

🛡️  Sicherheitsdienste

🏢  Verwaltung der Anlage

Je umfangreicher die Infrastruktur einer Anlage ist, desto höher fällt in der Regel auch das Aidat aus. In kleineren Wohnanlagen bleibt es häufig sehr moderat, während größere Anlagen mit Pool, Fitnessbereich oder Rezeption entsprechend höhere Kosten verursachen können.

Strom, Wasser und weitere Nebenkosten der Immobilie

Nach der Eigentumsübertragung werden die Versorgungsverträge auf den neuen Eigentümer umgeschrieben. In Alanya erfolgt dies über Akdeniz Elektrik Dağıtım A.Ş. für Strom und über ASAT für die Wasserversorgung.

Die tatsächlichen Kosten hängen stark davon ab, wie häufig die Immobilie genutzt wird. Wer seine Wohnung nur einige Monate im Jahr nutzt, zahlt in der Regel deutlich weniger als Eigentümer, die dauerhaft vor Ort leben.

Die Nutzung von Klimaanlagen in den Sommermonaten kann den Stromverbrauch beeinflussen. Trotzdem bewegen sich diese Nebenkosten meist in einem gut kalkulierbaren Rahmen.

Internet und Telekommunikation

Viele Eigentümer, die wir betreuen, haben sich für einen festen Internetanschluss entschieden. Gerade wenn eine Immobilie mehrere Monate im Jahr genutzt wird oder zeitweise in die Vermietung gehen soll, ist eine stabile Verbindung sinnvoll.

Die monatlichen Kosten für Internetverträge sind in der Türkei vergleichsweise niedrig und liegen häufig deutlich unter dem Niveau vieler europäischer Länder.

Es gibt in den verschiedenen Bezirken und für jede Situation unterschiedliche Möglichkeiten. Lassen Sie sich nicht verwirren von etwas, das Sie vielleicht gelesen oder gehört haben, wir begleiten Sie durch diesen Dschungel.

Versicherungen

Für Immobilien in der Türkei ist eine Versicherung gesetzlich vorgeschrieben: die sogenannte DASK-Versicherung. Dabei handelt es sich um eine staatliche Erdbebenversicherung, die grundlegende Gebäudeschäden abdeckt. Ohne diese Pflicht-Versicherung wird keine Immobilie überschrieben und es können keine Strom- und Wasserverträge angemeldet werden. 

Die Mittelmeerküste im Bereich Alanya zählt zu den Gebieten mit geringer Erdbebenaktivität.

Viele Eigentümer entscheiden sich zusätzlich für eine freiwillige Wohngebäude- oder Hausratversicherung. Diese kann weitere Risiken wie Feuer, Wasserschäden oder Einbruch abdecken. Sie ist jedoch keine Pflicht und bleibt Ihre individuelle Entscheidung. 

Rücklagen für Wartung und kleinere Reparaturen

Auch bei modernen Immobilien ist es sinnvoll, eine kleine Rücklage für Wartungsarbeiten einzuplanen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Wartung der Klimaanlage
  • kleinere Reparaturen an Elektrik oder Sanitär
  • Austausch einzelner Geräte
  • gelegentliche Renovierungen

Diese Kosten entstehen nicht regelmäßig, können aber im Laufe der Jahre auftreten. Eine kleine jährliche Reserve sorgt dafür, dass solche Ausgaben jederzeit problemlos gedeckt werden können.

Hierzu ist zu sagen, dass die Kosten für einen Handwerker in der Türkei nur einen Bruchteil von dem ausmachen, was in Europa verlangt wird. Sie brauchen also keine Bedenken haben, sich einen Handwerker zu rufen.

Die wichtigsten Kosten im Überblick

Die konkreten Zahlen haben wir für Sie noch einmal kompakt in einer Übersicht zusammengefasst.

Art der Kosten monatlich jährlich
Grundsteuer ca. 200 – 400 €*
Aidat (Hausgeld/Wartungskosten der Anlage) ca. 20 – 150 € 250 – 1.800 €
Strom (je nach Größe der Immobilie/Nutzung/Personenzahl) ca. 25 – 100 € 300 – 1200 €
Wasser (hier ist kein Verbrauch für einen eigenen Pool bei einer Villa eingerechnet) ca. 10 – 25 € 120 – 300 €
Internet ca. 15 – 30 € 180 – 360 €
DASK (Erdbebenpflichtversicherung) ca. 30 – 70 €
Rücklagen (Wartung/Reparaturen) ca. 150 – 500 €

* abhängig vom Katasterwert der Immobilie

✅ Fazit: Immobilienbesitz in der Türkei bleibt gut kalkulierbar

Wer eine Immobilie in der Türkei besitzt, sollte neben dem Kaufpreis auch die laufenden Kosten im Blick behalten. Insgesamt bleiben diese Ausgaben jedoch überschaubar und gut planbar. Gerade im Vergleich zu vielen europäischen Ländern empfinden viele unserer Kunden die laufenden Kosten sogar als überraschend moderat.

Mit einem realistischen Überblick lässt sich der Alltag als Eigentümer entspannt planen.

Wer sich zusätzlich fragt, in welchen Regionen deutschsprachige Käufer besonders häufig leben, findet eine Übersicht in unserem Bericht über ➡️ die beliebtesten Regionen für deutschsprachige Käufer.

Wenn Sie eine Immobilie im Ausland kaufen, möchten Sie vor allem eines: Planbarkeit und Transparenz.

Genau deshalb sprechen wir offen über alle Kosten – vom Kaufprozess bis zu den laufenden Ausgaben als Eigentümer. Wenn Sie sich grundsätzlich für den Immobilienkauf in der Türkei interessieren und den Ablauf Schritt für Schritt verstehen möchten, schauen Sie in unseren Leitfaden zum Kaufprozess.

➡️ Immobilie in der Türkei kaufen – Ablauf Schritt für Schritt erklärt

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Marina Yenilmez

Geschäftsführerin

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